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Das Testament

Warum ein Testament?
Wenn Sie selbst bestimmen möchten, wie Ihr Erbe nach Ihrem Tod verteilt wird, ist es unerlässlich, ein Testament zu machen. Wenn es kein Testament gibt, bestimmt das Gesetz was mit Ihrem Erbe geschieht. Mit einem Testament können Sie selbst entscheiden, was nach Ihrem Tod mit Ihrem Erbe/Nachlass geschieht. Darin können Sie des Weiteren Ihre Wünsche bezüglich der Beerdigung und der Abwicklung Ihres Nachlasses festlegen. Durch die Aufsetzung eines Testamentes haben Sie selbst die Regie und können von den gesetzlichen Regeln abweichen.

Gründe für das Aufsetzen eines Testamentes
Es gibt viele Gründe, ein Testament zu machen, wie zum Beispiel steuerliche Vorteile und die Möglichkeit, Ihre persönlichen Wünsche festzulegen. Hier einige Vorteile:

  • In einem Testament kann die Vormundschaft der Kinder geregelt werden.
  • Sie können einen Testamentsvollstrecker benennen.
  • Ein Testament kann steuerliche Vorteile bringen. So können Sie mit einem Testament Erbschaftssteuer sparen.
  • Sie können Erben bestimmen.
  • Wenn Sie nicht verheiratet sind, aber Ihrem Partner etwas vererben möchten, regeln Sie dieses in einem Testament.
  • Sie können ihren Kindern im Falle einer zweiten Ehe das Erbe zusichern.
  • Mit einer Ausschlussklausel fällt das Erbe nicht in die Gütergemeinschaft Ihres Erben.
  • Sie können ein Vermächtnisses aufnehmen.
  • Die Unternehmensnachfolge kann geregelt werden.
  • Sie behalten die Regie in ihrem Erbe.

Erbschaftssteuer sparen
Wenn Sie ein gutes Testament gemacht haben, können Sie unter anderem Erbschaftssteuer sparen. Mit verschieden Berechnungen kann schnell festgestellt werden, wieviel Sie sparen können. Die Vorteile eins guten Testamentes sind von Ihrer persönlichen Situation abhängig.

Ein Testament aufsetzen wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen
Wenn Sie nicht verheiratet sind, aber mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin zusammenleben, dann erben Sie nicht automatisch voneinander. Nach der gesetzlichen Regelung fällt der Nachlass dann an Ihre gesetzlichen Erben. Die gesetzlichen Erben sind eventuelle Kinder, Geschwister oder Eltern. Mit einem Testament können Sie bestimmen, dass der Nachlass doch Ihrem Partner zukommt.

Bestimmungen im Testament
Wenn der Verstorbene in seinem Testament bestimmt, dass das Erbe zwangsverwaltet werden soll, ist der Erbe wohl Eigentümer der Güter, aber er kann damit noch nicht machen, was er möchte. Der Zwangsverwalter verwaltet die Güter. Er muss so gut wie möglich für die Verwaltung der Güter sorgen, bis der Erbe es selbst kann.

Vormundschaft
Eltern minderjähriger Kinder benennen in Ihrem Testament häufig einen Vormund. In einem Testament können Sie ein oder zwei Personen als Vormund benennen. Wenn beide Eltern versterben, werden diese Personen Vormund der Kinder. Somit sind sie für die Kinder verantwortlich, bis diese erwachsen sind. Wenn Sie in Ihrem Testament einen Vormund benennen, können Sie vielen Problemen zuvorkommen, z.B. dass verschiedene Familienmitglieder die Sorge für ihre Kinder beanspruchen.

Ausschlussklausel
Im Testament können Sie festlegen, dass das geerbte Vermögen (oder Teile davon) nicht in die Gütergemeinschaft Ihrer Kinder fällt. So können Sie verhindern, dass Ihre Ex-Schwiegertochter oder Ihr Ex-Schwiegersohn bei einer Scheidung die Hälfte ihres Erbes bekommt. Besser gesagt: die angeheiratete Familie wird ausgeschlossen.

Testamentsvollstrecker
Sie können in Ihrem Testament eine Person anweisen, die dafür sorgt, dass der Nachlass abgewickelt wird. Das nennt man einen Testamentsvollstrecker. Der Testamentsvollstrecker sorgt dafür, dass alle Rechnungen bezahlt werden, dass die Erbschaftssteuererklärung eingereicht wird, dass die Erben ihren Teil bekommen usw.. Wenn Sie einen Testamentsvollstrecker einsetzen, wird die Abwicklung des Nachlasses viel einfacher, weil hierfür jemand verantwortlich ist. Wenn es keinen Testamentsvollstrecker gibt, sind alle Erben gemeinsam für die Abwicklung verantwortlich.

Beitragspflicht
Stellen Sie sich vor, dass Oma ihrem Sohn einen antiken Schrank gibt, wenn Sie aus ihrer Wohnung in ein Altenheim zieht. Sie hat dann zu Lebzeiten eine Schenkung gemacht. Man kann dann sagen, dass der Schrank ein Vorschuss auf das Erbe ist. Diesen Vorschuss kann Oma als Beitragspflicht in ihrem Testament aufnehmen. Das heißt, dass der Wert des Schrankes ins Erbe einbezogen wird. Dadurch wird der gesamte Betrag des Erbes größer. Weil der Sohn den Schrank schon bekommen hat, wird sein Erbteil kleiner. Es kann natürlich auch anders sein. Oma kann in ihrem Testament festlegen, dass der Schrank einfach nur ein Geschenk von ihr an ihren Sohn war und dass dieser nicht zum Nachlass gerechnet werden soll. Die Schenkung wird nur zum Erbe gezählt, wenn dieses bei der Schenkung so vereinbart oder im Testament festgelegt wurde.

Nacherbfolge
Noch ein Beispiel: Sie möchten, dass die Uhr im Wohnzimmer nach Ihrem Tod Ihrer kinderlosen Nichte zukommt. Wenn Ihre Nichte stirbt, soll nicht der Bruder die Uhr erben, sondern ein anderer Neffe. Sie bestimmen dann den Erben Ihrer Nichte. Das nennt man Nacherbfolge.

Vermächtnisse
Bei einem Vermächtnis bekommt ein Erbe oder ein Außenstehender ein deutlich beschriebenes Gut oder einen bestimmten Geldbetrag.

Vermächtnisnehmer
Derjenige, der Güter oder Geldbeträge bekommt, heißt Vermächtnisnehmer. Der Vermächtnisnehmer hat dieselben Rechte als die Erben. Die Erben müssen dem Vermächtnisnehmer innerhalb einer bestimmten Zeitspanne das Vermächtnis abgeben. Sie benennen einen Vermächtnisnehmer, indem Sie ein Vermächtnis in Ihrem Testament aufnehmen.

Ein Testament beim Notar aufsetzen lassen
Ein Testament kann in den Niederlanden nur beim Notar aufgesetzt werden. Ein selbst angefertigtes Testament ist nicht rechtsgültig. In den Niederlanden kann jeder, der 16 Jahre oder älter ist, ein Testament machen. Das Einzige, was Sie selbst machen können, ist ein Kodizill. Damit können Sie einige Gegenstände an Ihre Nachfahren vererben. Es ist nicht möglich, mittels des Kodizills, Geldbeträge oder Anteile zu vererben. Wenn Sie einmal ein Testament bei einem Notar gemacht haben, bleibt es immer gültig. Der Notar trägt Ihr Testament auch im Zentralen Testamentsregister ein. Das Testament können Sie dann zu einem späteren Zeitpunkt noch anpassen.

Bestehendes Testament?
Haben Sie schon ein Testament? Es ist vernünftig, Ihr Testament alle fünf Jahre daraufhin kontrollieren zu lassen, ob es noch zu Ihren heutigen Wünschen und der aktuellen Situation passt. Es verändern sich nicht nur Ihre persönlichen Umstände, auch das Gesetz ändert sich. Es kann sein, dass Ihr Testament durch eine Gesetzesänderung nicht mehr die Vorteile bietet, die erwünscht waren. In dem Moment, in dem sich Ihre Lebensumstände verändern (Sie haben Kinder bekommen, Sie sind alleinstehend oder Sie haben ein großes Erbe erhalten), kann es sein, dass Sie etwas in Ihrem Testament aufgenommen haben, das nicht mehr relevant ist. Auch bei Gesetzesänderungen ist es vernünftig, Ihr Testament noch einmal kontrollieren zu lassen.

Testament zerreißen reicht nicht
Wenn Sie ein Testament gemacht haben, ist diese für immer gültig. Wenn Sie mit dem Inhalt nicht mehr einverstanden sin, können Sie Ihr Testament widerrufen. Das Zerreißen oder wegwerfen des Testamentes ist dann nicht ausreichend. Das Testament behält seine Gültigkeit. Der Notar meldet die Veränderungen dem Zentralen Testamentsregister.

Haben Sie alles gut geregelt und entspricht alles noch Ihren Wünschen? Oder haben Sie noch Fragen? Vereinbaren Sie einen Termin zu einem freibleibenden Gespräch in unserer Kanzlei.

Experten

  • Eline Koers LL.M.
    Notar
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  • Cees Doppenberg LL.M.
    Notarieller Jurist/ Berater
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  • Cardi Tonk LL.M.
    Notar *)
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